Wende dein Wissen auf drei Einsatzsituationen an. Du kannst deine Überlegungen notieren und am Ende mit der fachlichen Auswertung vergleichen.
Deine Antworten und Notizen bleiben nur auf dieser geöffneten Seite. Beim Neuladen oder Verlassen gehen sie verloren. Sichere wichtige Notizen vor dem Seitenwechsel selbst.
Beispiel · so bearbeitest du eine Einsatzsituation
Lies zunächst die Einsatzsituation. Überlege anschließend, welches Wissen aus dem bisherigen Unterricht du für die Frage benötigst.
Herr Müller, 70 Jahre, sitzt am Frühstückstisch. Beim Essen bleibt ihm ein Stück Brot im Hals stecken. Er ringt nach Luft und kann nicht sprechen.
Welche Struktur verschließt beim normalen Schluckvorgang den Eingang zum Kehlkopf?
Musterantwort Der Kehldeckel (Epiglottis) senkt sich beim Schlucken über den Eingang zum Kehlkopf. Gemeinsam mit weiteren Strukturen des Schluckvorgangs trägt er dazu bei, dass Nahrung in die Speiseröhre und nicht in die Atemwege gelangt.
So gehst du vor Du nutzt fachliches Wissen, um eine Einsatzsituation einzuordnen. Bei den folgenden Aufgaben wählst du eine Antwort aus und kannst deine Überlegungen in einer Lernnotiz festhalten. Nach Abschluss aller drei Aufgaben erhältst du die fachliche Rückmeldung. Anschließend kannst du deine Notizen ergänzen.
Frau Meyer, 64 Jahre, sitzt am Tisch. Seit dem Morgen hat sie Luftnot. Sie sitzt aufrecht, stützt die Arme auf den Tisch und spricht nur in kurzen Sätzen. Ihre Atmung ist deutlich beschleunigt. Beim Ausatmen ist ein pfeifendes Atemgeräusch zu hören.
Welche Beobachtungen sprechen in dieser Situation besonders für eine erschwerte Atmung?
Die Dauer der Beschwerden ist eine wichtige Information zur Vorgeschichte. Für die Beurteilung der aktuellen Atmung sind jedoch vor allem die jetzt beobachtbaren Zeichen relevant.
Ein pfeifendes Atemgeräusch ist ein wichtiger Befund. Ein einzelnes Zeichen reicht jedoch nicht aus, um das Ausmaß der Atemnot einzuschätzen. Entscheidend ist die Zusammenschau der Beobachtungen.
Richtig. Die beschleunigte Atmung, das Sprechen in kurzen Sätzen, das Abstützen der Arme und das pfeifende Atemgeräusch weisen gemeinsam auf eine deutlich erschwerte Atmung hin.
Deine Lernnotiz
Fasse die wesentlichen Beobachtungen in einem kurzen Satz zusammen. Die Lernnotiz dient deiner eigenen Reflexion.
Ausgewählte Lernnotizen können im Präsenzunterricht wieder aufgegriffen werden.
Deine Aufgabe 2 · beeinträchtigter AtemwegSchnarchendes Atemgeräusch bei Bewusstlosigkeit
Schließe zuerst Aufgabe 1 ab.
Herr Schmidt, 58 Jahre, liegt nach einem Krampfanfall in der Küche. Er reagiert nicht auf Ansprache. Er atmet spontan, dabei ist ein schnarchendes Atemgeräusch zu hören. Neben seinem Kopf befindet sich Erbrochenes.
Welche Beurteilung des Atemwegs ist anhand der beschriebenen Situation am besten begründet?
Richtig. Eine vorhandene Spontanatmung bedeutet nicht automatisch, dass der Atemweg frei ist. Das schnarchende Atemgeräusch kann bei einem nicht reagierenden Patienten auf einen beeinträchtigten Atemweg hinweisen. Das Erbrochene stellt zusätzlich eine mögliche Gefährdung dar.
Die vorhandene Spontanatmung ist eine wichtige Beobachtung, lässt aber nicht den Schluss zu, dass der Atemweg frei ist. Gerade das schnarchende Atemgeräusch muss als möglicher Hinweis auf einen beeinträchtigten Atemweg berücksichtigt werden.
Das Erbrochene stellt eine mögliche Gefährdung des Atemwegs dar. Aus der beschriebenen Situation lässt sich jedoch nicht sicher ableiten, dass der Atemweg bereits durch Erbrochenes verlegt ist.
Deine Lernnotiz
Fasse die entscheidenden Beobachtungen in einem kurzen Satz zusammen.
Frau Schmidt, 79 Jahre, sitzt im Treppenhaus. Sie hat plötzlich starke Luftnot entwickelt. Der Atemweg ist frei. Sie spricht kaum noch, atmet schnell und flach und ihre Lippen erscheinen bläulich verfärbt.
Welche Beurteilung der Atmung ist anhand der beschriebenen Situation am besten begründet?
Eine erhöhte Atemfrequenz ist ein wichtiger Befund, sollte aber nicht isoliert beurteilt werden. Erst die Zusammenschau mit der flachen Atmung, dem eingeschränkten Sprechen und der bläulichen Verfärbung macht die deutliche Beeinträchtigung erkennbar.
Richtig. Ein freier Atemweg bedeutet nicht automatisch, dass die Atmung ausreichend ist. Die schnelle und flache Atmung, das kaum mögliche Sprechen und die bläuliche Verfärbung der Lippen ergeben zusammen deutliche Warnzeichen für eine beeinträchtigte Atmung.
Ein freier Atemweg und eine vorhandene Spontanatmung sind wichtige Feststellungen. Die bereits beschriebenen weiteren Befunde reichen jedoch aus, um die Atmung als deutlich beeinträchtigt einzuschätzen.
Deine Lernnotiz
Fasse die entscheidenden Beobachtungen in einem kurzen Satz zusammen.
Übungsmodul abgeschlossen
Du kennst jetzt das Prinzip.
Vergleiche deine Antworten mit den Rückmeldungen und ergänze bei Bedarf deine Lernnotizen oben. Offene Fragen kannst du im Präsenzunterricht ansprechen.
Möchtest du weiterüben?
In drei freiwilligen Lernstrecken kannst du Wissen anwenden und Zusammenhänge prüfen.